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SCHAU MICH AN von Elif Shafak

Das neue Projekt von Freaks und Fremde. Erster Teil: Eine Klanginstallation im Foyer des Societaetstheaters Dresden. Zu besuchen ab Donnerstag, 08.02.2024 um 18.00 Uhr



Wir schauen, schauen uns an, wir sehen und wir werden gesehen. Unser individueller Blick bestimmt unsere Wahrnehmung und die Wirkung unserer Anschauung bleibt in gewisser Weise stets ein Mysterium. In ihrem neuen Projekt tritt die Cie. Freaks und Fremde in dieses Mysterium der Blicke ein. Nach 18 Jahren kann die Compagnie auf eine große Sammlung von Wunderkammern, Freak- und Peep-Shows und Schaubudenkünsten zurückgreifen. Was bedeutet es, gesehen zu werden? Wie verändert, beobachtet zu werden, das eigene Handeln? Was heißt es, andere anzublicken? Wie sehen wir?


Als im Herbst 2021 die allerletzte Vorstellung ihrer meistgespielten Inszenierung »FREAKSHOW – The Best In Town« über die Bühne ging, hat sich die Cie. Freaks und Fremde von einem zentralen Projekt ihrer gemeinsamen Arbeit verabschiedet. Es wurde allein in Dresden über fünfzigmal gespielt, darüber hinaus über einhundertfünfzigmal in ganz Deutschland, in Österreich, in der Schweiz, in Polen, Tschechien, in Pakistan, Russland und Schottland. Die Zeiten haben sich geändert, die Sichtweisen und nicht zuletzt auch die Körper der Performer:innen. Die Debatten um Diversifizierung und den Umgang mit Andersartigkeit haben die Theaterlandschaft in der Zwischenzeit nachhaltig verändert. Ihr damaliger Impuls ist ihnen geblieben, doch scheint es der Compagnie geboten, nach einem zeitgemäßen Blick auf die Dinge zu suchen.

Cie. Freaks und Fremde entwickelt nun ein mehrteiliges Projekt in diesem Themenfeld. Als ersten Teil dieses Projektes präsentiert sie ab Februar 2024 eine Hörinstallation mit Texten aus dem Roman „Schau mich an“ von Elif Shafak und lädt das Publikum ein auf eine Reise durch Raum und Zeit: Nach Istanbul am Ende des letzten Jahrhunderts, nach Sibirien, Frankreich und weit in den Osten der Türkei. Sie begleiten eine mehrgewichtige Frau, die nicht nur mit ihrem Körper hadert, sondern auch mit ihrem zwergenhaft kleinen Mann. Sie lesen im Lexikon der Blicke, verfolgen die Geschichte des Zobeljungens und des Zobelmädchens, der schönen Annabelle La Belle, landen in einem Taxi mitten im Berufsverkehr von Istanbul und fliegen mit einem Luftballon davon…

Künstlerische Leitung, Szenografie, Sprecher: Sabine Köhler, Heiki Ikkola | Musik: Tobias Herzz Hallbauer | Tonmischung, Aufnahmen, Studioproduktion: Frieder Zimmermann

Aufführungsrechte: Verlag Curtis Brown Ltd. | Übersetzungsrechte: Verlag Kein & Aber

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