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Der Lärm der Welt und eine Musik für die Menschen

  • Autorenbild: enibasuk
    enibasuk
  • 22. Jan.
  • 2 Min. Lesezeit

Das Jahr 2026 ist mit so viel Lärm und Weltgetöse gestartet, und hält uns bereits uns in Atem. Für gute Vorsätze bleibt kaum Zeit und doch stellt sich die große Frage mehr denn je: was kann Kunst in solchen Zeiten und in dieser Welt bewegen, befragen und beitragen.


Den Komponisten Hanns Eisler hat das zeitlebens nie losgelassen, mit dem Abseitsstehen der Kunst, in seinem Falle der Musik, wollte er sich nicht abfinden. Das bewegte Leben, das umfangreiche und spannende musikalische Werk dieses gewitzten und widersprüchlichen Künstlers hat uns in seinen Bann gezogen.


In unserer Inszenierung EISLER  - LOST IN HOLLYWOOD folgen wir dem Österreichischen Komponisten auf seinem Weg, dessen erste Partituren an der Front im Ersten Weltkrieg verbrannten, der Meisterschüler bei Arnold Schönberg war, zusammen mit dem Sänger Ernst Busch Ende der 1920er so etwas wie ein Superstar der Arbeiterliederbewegung war, dessen Lieder von tausenden gesungen wurden. Die Arbeit mit Brecht, das Exil in Amerika, wo ihn die Hollywooder Academy für zwei Oscars nominierte. Kommunistenjagd der McCarthy-Bewegung und schließlich Staatskünstler in der DDR, deren Nationalhymne er komponierte, wo er schließlich still verzweifelte und mit seinen Ernsten Gesängen noch einmal einen musikalischen Diamanten schliff.


Am 07.Februar um 20.00 Uhr und am 08.Februar um 18.00 Uhr beginnt unsere diesjährige Tour mit diesem Stück im Societaetstheater Dresden, unserem geschätzten Residenzpartner.

Wir freuen uns über regen Besuch und spannenden Austausch.

Tickets gibt es hier:



Außerdem wollen wir hier gern ein paar Zeilen des geschätzten Kollegen WENZEL teilen, der unsere Vorstellung im Herbst sah und sich die Mühe machte, dazu etwas zu Papier zu bringen:

"Ich habe mich sehr über eure Einladung gefreut und ich habe mich auch sehr über euer Stück gefreut, es ist ein kühnes Unternehmen und ihr habt es mit großer Bravour geleistet. Faszinierend, wie ihr euch an die wirklich nicht einfachen Lieder des Hollywood Liederbuchs heran gewagt habt. Es gehört für mich neben der Winterreise und den ernsten Gesängen von Eisler zu den bedeutenden Liedzyklen in deutscher Sprache. Diese Lieder sind so knapp, so kurz und so präzise, dass sie wie ein letztes sich äußern vor dem Schweigen zu lesen sind. Die Darsteller haben mich sehr fasziniert mit ihrer Klarheit und unprätentiösen Sprechkultur. Nicht zu vergessen ihre sängerische Leistung. Sie haben mit aller Energie versucht, sich dem Dilemma, dass sich aus Halbplayback-Darbietungen ergibt, zu widersetzen, zum Teil durch Wiederholung des gesprochenen Textes, um wieder eigenen Rhythmus ins Geschehen zu bringen. Denn es ist eine komische Sache, wenn die Maschinen unseren Rhythmus bestimmen und nicht unser Puls und unser Atem.

Die musikalischen Bearbeitungen fand ich fast alle sehr gut, sehr eigensinnig. Manchmal fehlten mir die Achtelbewegung, die bei Eisler seine Liebe zu Schubert aufzeigen.

Das nur am Rande. Ich wünsche der Produktion alles gute und viele aufmerksame Zuschauer. Grüße an alle Beteiligten herzlich von mir. Es war mir eine Freude, Euch erleben zu dürfen."


 
 
 

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